"Man soll nicht alles glauben, was in der Wikipedia steht!"
Als sich der ominöse Wikimedia-Verein formiert hatte, konnte er wenigstens zeitweise mit dem Linguisten Prof. Dr. Martin Haase als Vorstand etwas mit akademischem Flair glänzen. Haase, der den Enzyklopen längst kritisch gegenübersteht, hat heute ZEIT online ein Interview gegeben:
ZEIT ONLINE: Ist die deutsche Wikipedia in einer Sackgasse?Haase: Ich glaube schon. Aber ich bin optimistisch, dass sie sich weiterentwickeln wird und aus dieser Sackgasse herauskommt.ZEIT ONLINE: Welche Rolle spielt der Verein dabei?Haase: Er hat eine Informationsveranstaltung zu dieser Debatte organisiert – komischerweise nur eine, obwohl angekündigt war, dass man häufiger darüber reden wollte. Überhaupt ist seither nichts passiert. Insofern kann man wohl sagen, dass der Wikimedia-Verein dem Problem eher konservativ gegenüber steht, statt die Entwicklung des Projektes zu fördern.
Die Leute, die heute den Verein führen, zählen nicht unbedingt zu akademischen Lichtgestalten, auch wenn sie sich gerne in universitärem Glanz sonnen. So zum Beispiel Vorstandsbeisitzer Harald Krichel, der mir ganz gerne mit Halbwahrheiten öffentlich am Zeug flickt. Bekannt ist Krichel als Admin "Seewolf", der auf der offiziellen Website wie folgt beschrieben wird:
"Er ist Student der Literatur- und Geschichtswissenschaften."
Als Mittvierziger ist der Mann für einen "Studenten" reichlich betagt. Stattdessen verdient er sein Geld als "Numismatiker": Er sammelt Münzen aus Zigarettenautomaten. Man soll halt nicht alles glauben, was in der Wikipedia steht ... ;-)
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https://kanzleikompa.de/2011/01/13/man-soll-nicht-alles-glauben-wikipedia-steht/
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