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Rechtsanwalt Markus Kompa – Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Köln
Blog zum Medienrecht


Wird Dr. Michael Blume meinen Kommentar freischalten?

Ich habe mal bei Dr. Blume im Forum kommentiert. Da dort Beiträge erst nach Moderation freigeschaltet werden und ich mir eine Meinung über die Mentalität des Herrn Dr. Blume gebildet habe, glabe ich nicht, dass er meinen Kommentar freischalten wird. Daher archiviere ich diesen hier fr die Nachwelt:

I.
Darüber, dass mich Herr Dr. Blume in die – sehr konstruierte – Nähe von Antisemitismus rückt, bin ich einigermaßen befremdet.
Als Rechtsanwalt vertrete ich u.a. bekannte Menschen jüdischen Glaubens gegen Antisemiten und bin seit Jahren mit dem prominentesten Israeli der Welt befreundet. Zu einem derartigen Rufmord – der schärftsten Denunziaton, die man einem Deutschen antun kann – habe ich keinen Anlass gegeben.
Von einem Wissenschaftler, der zudem ein öffentliches Amt bekleidet, hätte ich mir ein höheres Maß an Senibilität gewünscht.

II.
Ob der Begriff „Verschwörungstheorie“ entgegen meines damaligen Kenntnisstands schon vorher verwendet wurde, ist ein eher akademischer Streit. Den Kampfbegriff „Verschwörungstheoretiker“ in seiner Personalisierung scheint es vorher nicht gegeben zu haben. In dem Beitrag ging es darum, dass die CIA zum Diskreditierung von Personen aufrief, die Zweifel am offiziellen Narrativ hatten.
Warum eine Verschwörungstheorie (und insbesondere solche zu JFK) zwangsläufig antisemitisch konnotiert sein sollte, leuchtet mir nicht ein.

III.
Der eine „Bug“ sind in Wirklichkeit drei Fehlleistungen.
So schrieb Herr Dr. Blume usrprünglich:
„Und dieser Skandal wurde öffentlich, weil auch dieses CIA-Dokument, wie es das Gesetz verlangte, nach 70 Jahren endlich gegenüber Parlament und Öffentlichkeit freigegeben wurde.“
Nein.

  1. Ein Dokument von 1967, das per Gesetz nach 70 Jahren freigegeben wird, würden wir nicht vor 2037 sehen.
  2. Eine 70-Jahresfrist gibt es weder im Freedom of Information-Act noch im JFK-Act.
  3. Das Dokument wurde bereits in den 70er Jahren auf politischen Druck feigegeben, was Dr. Blume in meinem von ihm kritisierten Artikel hätte nachlesen können.

Bei jemandem, der im Namen der Wissenschaft sprechen will, wäre eine wissenschaflichere Arbeitsweise sehr zu begrüßen.

IV.
Ebensowenig passen zum wissenschaftlichen Selbstanspruch ad hominem-Angriffe oder das Streuen eigener Verschwörungstheorien. So denunziert Herr Dr. Blume ohne jeden Anlass, mit dem ich mal geredet habe. Hätte Herr Dr. Blume sich das Video einmal angesehen, wäre er vielleicht bis zu der Stelle gelangt, an der ich mit Jebsen über Antisemitismus sprach. Aber das passte vermutlich nicht zur Predigt.

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Autor:
admin
Datum:
30. April 2020 um 14:44
Category:
Allgemein
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